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Aktuelle Ausstellung  26. 04. – 17. 05. 2026 Hans Gunsch mit Gast Junkyu Lim <Horizont>, Produzentengalerie Pupille, 72762 Reutlingen

ABK Stuttgart / DAAD-PREIS. 15.10.2020
,,Junkyu Lim erhält  DAAD-Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes ausgezeichnet”

Junkyu Lim aus dem Studiengang Bildende Kunst, Klasse Prof. Thomas Bechinger, wurde am gestrigen Mittwoch für seine hervorragende künstlerische Leistung mit dem DAAD-Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes ausgezeichnet. Das ernsthafte und selbstkritische Herangehen an die Weiterentwicklung seiner Malerei sowie die Gabe Alltägliches zu beobachten, dies psychologisch aufgeladen in meist großformatige Bilder umzusetzen, beeindruckte die Jury ganz besonders.

Junkyu Lim, 1989 in Seoul, Südkorea geboren, studierte Bildende Kunst an der Chonnam National University in Gwangju und schloss sein Studium dort mit dem Bachelor of Fine Arts ab. Seit 2017 setzt er sein Studium an der ABK Stuttgart fort. Er begann dieses zunächst in der Grundklasse für Allgemeine Künstlerische Ausbildung von Prof. Volker Lehnert und wechselte daran anschließend in die Klasse für Glasgestaltung und Malerei von Prof. Thomas Bechinger, in der er sein Studium bis heute erfolgreich fortsetzt.

Die Bilder Junkyu Lims entwickeln sich langsam. Beim Malen setzt ein Abstraktions- und Klärungsprozess ein, bei dem es Lim gelingt, das Individuelle ins Allgemeine zu wenden. In vielen Schichten aufgebaut, die teilweise auch wieder abgewaschen werden, entstehen Malereien, die in ihrer Intensität berühren. Für Junkyu Lim ist die Frage nach der gesellschaftlichen Relevanz von Kunst und der Rolle des Künstlers von entscheidender Bedeutung. In Texten reflektiert und wiederholt er seine Haltung. Sein Interesse an (vor allem europäischer) Philosophie ist groß und fundiert. Nicht nur sein künstlerisches Schaffen ist geprägt von den politischen Auseinandersetzungen in seinem Heimatland. Junkyu Lim engagiert sich auch immer wieder politisch, um auf dortige Missstände aufmerksam zu machen.

Der mit 1.000 Euro dotierte DAAD-Preis wird an der ABK Stuttgart seit 2005 jährlich vom DAAD verliehen. Ausgezeichnet werden ausländische Studierende mit besonderen akademischen Leistungen und bemerkenswertem gesellschaftlich-interkulturellen Engagement. Die Wahl der Preisträgerinnen oder Preisträger erfolgt in Verantwortung der Hochschule. Mit der Verleihung des DAAD-Preises soll zugleich einer breiteren Öffentlichkeit deutlich gemacht werden, welche Bereicherung ausländische Studierende für die Hochschulgemeinschaft darstellen.

Osnabrücker / NOZ Osnabrücker Zeitung  22.03.2021
,,Südkoreanischer Künstler Junkyu Lim erhält Franz-Hecker-Stipendium in Bersenbrück “ von Miriam Heidemann

Bersenbrück. Das Franz-Hecker-Stipendium der Kreissparkasse Bersenbrück geht in diesem Jahr an den Künstler Junkyu Lim. Drei Monate lang wird sich der gebürtigen Südkoreaner für einen Studienaufenthalt in der Nähe der Bersenbrücker Hasemühle niederlassen. Mit dem Stipendium bietet die Kreissparkasse Bersenbrück jungen Künstlern die Möglichkeit, sich für drei Monate in einem anderen Umfeld voll und ganz ihrer Kunst zu widmen. Dafür ist das Stipendium mit 10.000 Euro dotiert. Unter 84 Bewerbungen setzte sich der in Stuttgart lebende Künstler Junkyu Lim bei der Fachjury als diesjähriger Preisträger durch.

Der 1989 im südkoreanischen Gwangju geborene Junkyu Lim kam 2017 zum Studium an die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. In den letzten Jahren hat er an mehreren Ausstellungen in Deutschland und Südkorea teilgenommen. Dabei setzt er sich auch mit den Möglichkeiten der Malerei und der Rolle des Künstlers in der Gesellschaft auseinander. „Indem ich male, denke ich wieder über meine Identität und mein tägliches Leben nach“, so der Stipendiat. Düster und Schwermütig In vielschichtigen Werken, die ins Abstrakte entrücken, versucht Junkyu Lim malerisch der „Psychologie der Gefühle“ näherzukommen, um daraus eine universelle Bedeutung erkennen zu können. Seine Kunst fußt auf intensive Beobachtung und philosophische Auseinandersetzung. In Farbe und Form drückt er seine eigene Wahrnehmung aus. Seinen Bildern haftet dabei häufig etwas Düsteres und Schwermütiges an. Die Vorstellung des neuen Franz-Hecker-Stipendiaten fand coronabedingt zwar nur in kleiner Runde im Museum im Kloster in Bersenbrück statt. Hier hatte der Preisträger jedoch Gelegenheit, einen Blick auf die Kunst des Stipendium-Namensgebers zu werfen. Denn aktuell läuft die Sonderausstellung mit Gemälden des in Bersenbrück geborenen Künstlers Franz Hecker anlässlich seines 150. Geburtstages. Die Schau widmet sich den Orten seines Schaffens. Ein ironischer Zufall, denn für Künstler Junkyu Lim wird ausgerechnet Bersenbrück in den nächsten Monaten zum Ort seines künstlerischen Schaffens. In Vorjahren verbrachten die Künstler den dreimonatigen Studienaufenthalt in der Abgeschiedenheit des Stifts Börstel. In diesem Jahr aber wird sich Preisträger Lim in der Nähe der Bersenbrücker Hasemühle niederlassen, berichtet Bernd Heinemann bei der Vorstellung des neuen Stipendiaten. Der Vorsitzende der Kreissparkasse Bersenbrück gratulierte dem Künstler und lobte die hohe Qualität seiner Arbeiten. Werke werden in der Kreissparkasse Bersenbrück zu sehen sein Vertretend für die gesamte Jury überbrachte Ulrike Hamm Glückwünsche an den Preisträger. „Wir alle fanden Ihre Bewerbung besonders eindrucksvoll“, sagte die Kunstexpertin dem Stipendiaten. Sie sei schon sehr gespannt auf die zukünftigen Werke des Künstlers. Die während des dreimonatigen Studienaufenthaltes entstehenden Arbeiten sollen im Anschluss in der Kreissparkasse Bersenbrück präsentiert werden.
Junkyu Lim bedankte sich bei der Jury und der Kreissparkasse für das Stipendium. Er freue sich auf die Zeit in Bersenbrück. „Manchmal brauche ich eine andere Umwelt, um die Dinge anders zu sehen“, sagt er und hofft auf neue Blickwinkel. Für seine Studienzeit möchte er sich insbesondere mit der Beziehung Mensch und Natur beschäftigen. Historisch beherrsche die Natur die Menschen, aber in der heutigen Zeit habe sich dies umgekehrt.

Sparkassenzeitung. 05.07.2021
,,Was macht … Junkyu Lim in der Bersenbrücker Hasemühle?” von Eli Hamacher

„Malen ist für mich wie essen. Schon als Kind habe ich den ganzen Tag gemalt. Ich habe auch keine andere Begabung, ich muss malen“, sagt Junkyu Lim. Fast klingt es ein wenig entschuldigend, wenn der Südkoreaner über sein künstlerisches Schaffen spricht. Doch die meisten wären wahrscheinlich froh, wenn ihre Begabung sie so weit gebracht hätte. Seit Anfang April dieses Jahres hat der 32-Jährige vorübergehend ein Atelier in der traditionsreichen Hasemühle in Bersenbrück im Landkreis Osnabrück bezogen. Ausgestattet mit dem mit 10.000 Euro dotierten Franz Hecker-Stipendium der Kreissparkasse Bersenbrück kann sich Jungkyu Lim hier drei Monate lang in einem für ihn neuen Umfeld ganz seiner Kunst widmen.

Rund 15 große Leinwände, Zeichnungen und kleine Arbeiten auf Papier will der Stipendiat in dieser Zeit fertigstellen und im Sommer in einer Ausstellung in der Hasemühle präsentieren. Noch hoffen die Organisatoren der Kreissparkasse, dass die Inzidenzzahlen weiter sinken werden und man die Werke bei der Vernissage einem etwas größeren Publikum präsentieren kann. „WIR FÜR HIER lautet der herausfordernde und zugleich verpflichtende Leitgedanke unserer Sparkasse. Neben der kreditwirtschaftlichen Versorgung, werden insbesondere auch umfangreiche Leistungen erbracht, die zur weiteren positiven Entwicklung unserer Wachstumsregion beitragen“, erklärt Vorstandschef Bernd Heinemann, warum sein Institut seit 2004 das Stipendium auslobt. So fließe ein Teil der erwirtschafteten Gewinne unter anderem in die Kulturförderung zurück, welche auch das Franz Hecker-Stipendium umfasst. „Hierüber bieten wir jungen Kunstschaffenden die Möglichkeit, ohne große wirtschaftliche Belastung hier künstlerisch tätig zu sein. Mit der daran anschließenden Ausstellung leisten wir, sicherlich ganz im Sinne des Namensgebers Franz Hecker, einen zusätzlichen kulturellen Beitrag für die Region“, unterstreicht Heinemann.

Unter 84 Bewerbern hatte sich Junkyu Lim im vergangenen Jahr bei der Fachjury des Franz Hecker-Stipendiums durchgesetzt. Wie überzeugte ein gebürtiger Südkoreaner, der in Stuttgart lebt, die Juroren in Bersenbrück? Dr. Ulrike Hamm, Vorsitzende der Fachjury: „Überzeugt haben uns die besondere und sehr eindringliche Malerei sowie die hohe Qualität der Werke von Jungkyu Lim.“ Er baue die Arbeiten in vielen Schichten auf, die teilweise auch wieder abgewaschen werden und schemenhaft tauche dann Figürliches auf.

Während sich der in Bersenbrück geborene und vom Impressionismus inspirierte Maler und Grafiker Hecker (1870 – 1944) landschaftlichen Motiven und Persönlichkeiten aus Bersenbrück widmete, dominieren bei den Werken des jungen Künstlers aus Ostasien abstrakte Motive. Die unscharfen Bilder erfordern schon ein genaues Hinsehen, um ein Gesicht, ein altes Gebäude oder ein Kriegerehrenmahl entdecken zu können. „In meinen Bildern versuche ich der Psychologie der Gefühle näherzukommen, um daraus eine universelle Bedeutung erkennen zu können“, sagt der Künstler. Es gehe ihm darum, unnennbare Gefühle aufzuzeigen und über die eigne Identität nachzudenken. Während seines Stipendiums möchte er sich vor allem mit der Beziehung Mensch und Natur beschäftigen. Historisch beherrsche die Natur die Menschen, aber in der heutigen Zeit habe sich dies umgekehrt.

Die meiste Zeit verbringt Junkyu Lim zwar bei der Arbeit im Atelier, aber zwischendurch erkundet er auch das schöne Osnabrücker Land, zu Fuß
und mit dem Rad. Einige Bekanntschaften hat er auch schon geschlossen, war zu Gast bei Bernd Heinemann, plant mit dem Marketing-Leiter der KSK Bersenbrück, Eckhard Droste, seine Ausstellung und bekam Besuch von der Juryvorsitzenden Ulrike Hamm.

Lim kam im Jahr 2017 an die Staatliche Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart, um dort zu studieren. Seitdem nahm er an mehreren Ausstellungen in Deutschland teil, wurde zudem mit Auszeichnungen geehrt, etwa 2020 mit dem DAAD-Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes für die hervorragende künstlerische Leistung eines ausländischen Studierenden. Der in Gwangju in Südkorea geborene Künstler hatte vor seinem Deutschland-Aufenthalt einen Bachelor of Fine Arts an der National University seines Heimatortes erworben.

Auf das Stipendium in Bersenbrück war Jungkyu durch Zufall beim Googlen gestoßen. Von Bersenbrück und Franz Hecker hatte er noch nie gehört. Jetzt genießt er seinen Aufenthalt. „Neue Menschen und neue Länder kennenzulernen, das fasziniert mich.“ Die Reise des in Baden-Württemberg lebenden Künstlers wird ihn nach Niedersachsen mit Rheinland-Pfalz in ein weiteres Bundesland führen. Von Mitte August bis Mitte Oktober hat er gerade ein weiteres Stipendium bekommen, im Künstlerbahnhof Ebernburg in Bad Münster am Stein-Ebernburg im Landkreis Bad Kreuznach.

Bad Keruznach / Allgemeine Zeitung. 23.09.2021
 ,,Bilder von Junkyu Lim im Künstlerbahnhof Ebernburg“ von Beate Vogt-Gladigau 

BAD MÜNSTER AM STEIN-EBERNBURG. Junkyu Lim greift zu Pinsel und Ölfarbe, malt, hält inne und denkt nach. Arbeitet intuitiv wieder weiter. Dieser Entstehungsprozess bei den Bildern des aktuellen Stipendiaten im Künstlerbahnhof Ebernburg ist ein Markenzeichen des gebürtigen Südkoreaners, der seit vier Jahren in Stuttgart studiert und arbeitet. Die Ausstellung mit dem bezeichnenden Titel „Grenzfall“ wird am Freitag, 24. September, um 18 Uhr eröffnet.
 
Körper und Gesichter sind die bevorzugten Motive von Junkyu Lim, die sich aber erst nach und nach aus der Bildfläche herausschälen. Aus mehreren Schichten meist dunkler und diffuser Farbgebung, die zum Teil wieder abgewaschen werden, „klärt“ sich das Motiv.
 
Emotionen, nicht eindeutig und starr, sondern bewegt
 

Diffus ist auch die Aussage in den Bildern des 32-Jährigen – und so möchte er das auch. Gefühle, Emotionen sollen transportiert werden und diese sind für den Betrachter eben nicht eindeutig oder starr, sondern gelebte Bewegung, die vom Moment abhängig, die vieldeutig sind. Interpretierbar sind auch die figurativen Motive, die Lim weder als maskulin noch als feminin einordnet, sondern die einfach nur Körper sind – auch wenn Assoziationen nicht zu vermeiden sind. Dazu gehören zudem ungewöhnliche Perspektiven.

Vom jeweiligen Moment ist auch das Ergebnis der monochromen Arbeiten von Lim abhängig. Er malt weiter, bis er mit dem Ergebnis zufrieden ist, das durch emotionale Flows aufgebaut ist. „Ich male auch weiter, wenn ich erschöpft bin“, sagt Lim, denn er möchte zu einer für ihn individuell passenden Lösung kommen.

Er gibt aber auch zu: „Es ist schwierig, den Zeitpunkt zu finden, aufzuhören“, um die eindringliche künstlerische Sprache zu erhalten. „Ich höre in mich hinein, um zu malen“, beschreibt Lim die Inspiration, sich auf den Dialog mit der Leinwand einzulassen, sich mit Farbe und Form auseinanderzusetzen. „Malen ist für mich wie essen“, beschreibt Lim seinen künstlerischen Ausdruckswillen gleichzeitig als sein ureigenstes Grundbedürfnis. „Ich muss malen – es gibt keine Alternative. Malen ist Leben.“ Kunst betrachtet Lim aber auch als eine ambivalente Form, da sie aus Gedanken und Gefühlen bestehe. Kritik möchte er mit seinen Aussagen nicht üben, denn: „Kunst hat kein Ziel vorgegeben.“

Der Titel der Ausstellung, „Grenzfall“, nimmt nicht nur Bezug auf die Malweise von Junkyu Lim zwischen Abstraktion und Realität, sondern auch auf die Örtlichkeit des Bahnhofs an der Grenze zwischen Bayern und Preußen. Diese Situation habe ihn von Anfang an fasziniert, so der Stipendiat, als er vor etwa einem Monat seinen Arbeitsaufenthalt im denkmalgeschützten ehemaligen Grenzbahnhof antrat.

Betrachtung zur Ausstellung der Malerei von Junky Lim „Grenzfall”
 ,,Bilder von Junkyu Lim im Künstlerbahnhof Ebernburg“ von Gerhard Loettel, Publizist

 

Motto: „ Dieser einmalige Planet beherbergt mit dem Menschen, „als dem beachtlichsten und außerordentlichsten aller Ereignisse im Weltall” eine unersetzliche Schöpfung. In der Tat ist ja im menschlichen Geist die Materie so einzigartig beschaffen, dass sie sich selbst erkennen kann, dass sie in der Lage ist, geistig-kulturelle Werte hervorzubringen; und selbst schöpferisch tätig zu sein vermag.” Milan Machovec¹

Mir erschließt sich die Malerei von Lim nicht ausschließlich als ein Betrachtungsfeld von physisch-politischen Grenzerfahrungen. Nein, die Grenzerfahrungsbetrachtung vom Lim geht m. E. tiefer.
Ich spüre die Erfahrung von einem Werden zum Sein, vom Nichtsein zum Sein, vom „Dunkel zum Licht”. Und in dieser Licht-Metapher erscheint uns unser Sein als ein zwar im Geist Mögliches, Vorgedachtes, das aber ins Wirkliche drängt. „Uns”, das sind wir zumal in unserem menschlichen Leben, dahinter aber betrifft es das Leben überhaupt; alles Grenzfälle, die sein könnten aber nicht notwendig sind. Und letztlich gibt es sogar den Grenzfall der Materie an und für sich. Ist es nicht ein im Grenzfall verwirklichten Werdens, dass und wenn aus der Energie des Geistes ein Mögliches, Ausgedachtes, in die Wirklichkeit des kosmischen Seins hervordrängt? Von dem heißt es im 1. Buch Mose: „Und der Geist Gottes schwebte über den Wassern”. Die „Wasser” bedeutet hier eine Metapher für das Ungestaltete, Mögliche.
 
Und dann, „es werde Licht” und „es ward Licht”. Das ungestaltet geistig Mögliche trat in die Offenheit des Sichtbaren, nimmt Konturen an, wird Universum. Und so ist nun auch unser menschliches Dasein ein Grenzfall, indem aus dem im Geist Vorstellbaren, ein im Licht Erschaubares, konturreich Wirkliches hervortrat und Sein wurde. In dem Dunkel des afrikanischen Urwaldes regte sich die Vorstellung eines Menschseins und trat dann in der Evolution den Siegeszug zum kulturschaffenden homo sapiens, dem weisen Menschen, an. Aus dem Dunkel wurde der Mensch, nahm die Kontur des Menschlichen an, von dem Goethe sagt: „Edel sei der Mensch, hilfreich und gut! Denn das allein unterscheidet ihn von allen Wesen, die wir kennen.”
Lim macht uns damit darauf aufmerksam, wie wertvoll das Sein überhaupt und erst recht das Leben und das menschliche Leben ist, da es sich eingehegt einem Grenzgeschehen verdankt und so als Kostbarkeit unendlich hochwertig und zu hüten ist.
 
Menschen hütet euer Leben als einen unersetzbar und wohl einmalig ins Dasein getretenen Grenzfall und tretet immer wieder aus dem Dunkel ins Licht des Wirklichen und Wahrhaftigen, des Schönen und Guten!

 


 

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