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Nah und fern, 2020. Öl auf Leinwand, 160 x 170 cm

„Nah und Fern“ von Junkyu Lim ist eine stille Reflexion über das menschliche Dasein in der heutigen Gesellschaft. In seiner vielschichtigen, von Unschärfe und sanften Grautönen geprägten Arbeit thematisiert er das Spannungsverhältnis zwischen Nähe und Distanz, zwischen Isolation und zwischenmenschlicher Verbundenheit. In den Gesichtern seiner Bildfiguren zeichnet sich die Müdigkeit ab, die Körper wirken geschwächt, von Erschöpfung und innerer Schwere durchzogen, sie drücken weder Durchsetzungskraft noch Durchsetzungswillen aus – Gegenbilder zur allgegenwärtigen Dynamik und Selbstoptimierung unserer Zeit.
Lim arbeitet in einem Prozess der Verdichtung und Verwischung, der die körperliche Präsenz seiner Figuren ebenso wie ihre narrative Verortung bricht und gleichzeitig das Individuelle ins Allgemeine transformiert. In der fragilen Balance zwischen persönlicher Empfindung und universeller Bedeutung gelingt es ihm, einen tief menschlichen Kommentar zu unserer Zeit zu formulieren.

[Auszug aus dem Katalog OSTRALE Biennale O25, Dresden]

Körper, 2019. Öl auf Leinwand, 80 x 200 cm

Körper, 2019. Öl auf Leinwand, 80 x 200 cm

Ein Tag, 2018. Öl auf Leinwand, 80 x 200 cm

Ein Tag, 2019. Öl auf Leinwand, 80 x 200 cm

Die Erschöpfung der Menschen in íhrem und durch ihren Alltag sind das Thema von Junkyu Lims Malerei. Die Basis bilden alltägliche Begegnungen und Beobachtungen, denen er nachspürt. Er erfasst den einzelnen Menschen in seiner Tiefe und damit auch sein Verhältnis zu anderen, seine zwischenmenschlichen Beziehungen. Unter der Oberfläche macht sich Müdigkeit breit, sie zeichnet sich in den Gesichtern ab. Die Körperhaltungen drücken weder Durchsetzungskraft noch Durch-setzungswille aus. Die Körper scheinen geschwächt, jede Bewegung scheint unendliche Anstrengung zu erfordern.

In den Bildern vermittelt die Unschärfe ein Gefühl von Unsicherheit. Grün und Schwarz ergeben den wiederkehrenden grauen Ton in seiner Malerei, eine Nicht-Leere füllt den Bildraum. Farbflächen überlagern und brechen den menschlichen Körper.

Junkyu Lims Bilder sind die Gegenbilder zur scheinbaren Dynamik unseres Alltags, zu Stärke und Durchsetzungskraft. Sie bilden in ihrer Zeitgebundenheit und Überzeitlichkeit einen sehr menschlichen Kommentar zu unserer Zeit.

[Auszug aus der Zeroarts-Einzelausstellung „ERSCHÖPFUNG”, Stuttgart]

Der Platz, 2022. Öl auf Leinwand, 18 x 24 cm

Bürger, 2019. Öl auf Leinwand, 20 x 30 cm

Koreanische Begrüßung, 2025. Öl auf Leinwand, 150 x 170cm

Gesicht, 2018. Öl auf Leinwand, 50 x 50 cm

Kopf, 2024. Öl auf Leinwand, 20 x 40 cm

obdachlos, 2019. Öl auf Leinwand, 50 x 50 cm

© 2026 Editor and Webdesign: Junkyu Lim. Foto: Markus Fels